Słubice

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Jüdischer Friedhof in der ul. Transportowa in Słubice.

Die älteste erhaltene Erwähnung zu seinem Thema befindet sich im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt (Oder) vom 2. Juli 1399, womit er älter als die mehr bekannten Friedhöfe in Krakau, Warschau oder Breslau, und einer der ältesten bis heute bestehenden jüdischen Firedhöfen in ganz Europa ist. Südliche Ortsteile vom heutigen Słubice waren damals ein Bestandteil von Kunsersdorf (Kunowice). Das Grundstück gehörte ursprünglich der Frankfurter Familie Hokemann, danach kaufte die Stadt das ganze Gelände.

Im Sommer 1759 kehrten die preussischen Truppen durch den Friedhof zurück, die im Schlacht bei Kunersdorf von den russisch-österreichischen Truppen besiegt wurden. Die ersten Vorbereitungen zur Friedhofserweiterung erfoglte im März 1805. Die jüdische Gemeinde in Frankfurt (Oder) erwarb zusätzliche Grundstücke vom Kunersdorfer Bauer Martin Hanschke. 1868 eröffnete man offiziell den 2. Abschnitt des jüdischen Friedhofs. Circa 1870 wurde noch eine neoromanische Leichenhalle eingebaut. Die Friedhofsgärtner waren: Heinrich Billerbeck (1870-1900), Robert Billerbeck (1900-1919) und Otto Billerbeck (1919-1941). Im Jahre 1936 auf der Fläche des III. Abschnitts entstand ein Kriegerdenkmal zur Erinnerung an 16 Frankfurter Soldaten jüdischer Herkunft - Opfer des 1. Weltkrieges.

1941 wurden hier 110 Häftlinge des Arbeitslagers in Finkenheerd begraben, und 1942 lag die Friedhofsverwaltung schon zwangsweise in Berlin. Am 15. Februar 1944 bmobardierten die Flugzeuge von RAF versehentlich den Friedhof, und zwar beschädigten die nördliche Wand der Leichenhalle, als auch manche nahliegenden Grabplatten. Das letzte offizielle Begräbnis fand am 11. Dezember 1944 statt, fast 60 Tage vor Evakuierung deutscher Bevölkerung in der Frankfurter Dammvorstadt. Auf dem Friedhof wurde verdiente Frankfurter Rabbiner, ua. Joseph ben Meir Theomim, Mendel von Podheiz und Jehuda Lejb ben Ascher Margaliot begraben. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem Bürgersteig der Hauptallee begrub man die Leichen von mehreren Soldaten der Wehrmacht und Volkssturm aus der Umgebung.

Am 20. Juni 1972 erließ das Präsidum des Nationalrates in Zielona Góra eine rechtswidrige Entscheidung, die jüdischen Friedhöfe in Słubice und Rzepin vorzeitig zu liquidieren (Begründung beinhaltete falsche Daten der letzten Begräbnisse). Beide Gebiete sollten für Grünanlagen vorgesehen werden. Dieörtlichen Grabsteine warf man in die Oder ein, zu nahliegenden Wäldern bzw. benutzte man diese zur Verhärtung örtlicher Straßen do utwardzenia miejscowych dróg. In den Jahren 1975-1976 baute man hier eine Gaststätte „Zajazd Staropolski”, die in den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts in einen Night-Club „Eden” umgewandelt wurde.

1985 erkannte Polnischer Denkmalschutzdienst den Hauptteil des jüdischen Friedhofs in Slubice als historischen Ort. 1999 feierte man das 600-jährige Friedhofsbestehen (tatsächlich war es bloß ein Jubiläum der ältesten Einweihung, und der Friedhof selbst ist noch älter). Bei dieser Gelegenheit errichtete man einen großen Obelisk mit Inschrift in inskrypcją in Hebräisch, Polnisch und Deutsch.

Seit 2007 gehört das Gelände zur Stiftung für Schutz des jüdischen Kulturerbes in Warschau. In der Zwischenzeit wurde das Gelände eingezäunt, einige Dutzend Grabsteine stehen wieder an originellen Orten, man errichtete neue Grabsteine für die bekanntesten Rabinner von Frankfurt (Oder). Am 26. Juli 2013 hat der Denkmalkonservator der Wojewodschaft Lubuskie den jüdischen Friedhof in Słubice in die Denkmalliste der Wojewodschaft Lubuskie eingetragen.

Zusätzliche Weblinks:
http://www.fodz.pl/



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